Tipps zum Training


Martin Flinta, Team-Captain beim Thule Adventure Team, Adventure Race World Champion 2011, erzählt Euch von seinem wöchentlichen AR-Training.

Es gibt neun Schlüsseleinheiten, auf denen mein Training jede Woche basiert:

 1- Biking (lang): Eine lange Bike-Einheit von mindestens 4 Std. (im Sommer gerne auch mehr als 5 Std., im Winter hingegen oft nur 2 oder 3 Std., dann aber mit zusätzlichen 1 bis 2 Std. Eis-Skaten oder Skifahren im Anschluss)

2 und 3 - Biking (Speed): Zwei schnellere Bike-Einheiten (im Sommer absolviere ich die eine unter technischen Aspekten, die andere als Team Time Trial (Zeitfahren) auf meinem Triathlon-Bike zusammen mit Freunden; im Winter mache ich stattdessen zwei Trainingseinheiten auf meinem Watt Bike (Indoor Bike) und versuche dabei, meine Leistung langsam und stetig zu steigern.

4 - Running (lang): Ein langer Lauf, mindestens 2 oder 3 Std.

5 - Running (Berg): Ein Hill Repeat Lauf (Sprint bergauf und entspannter wieder hinunter, mehrfach wiederholt). Es ist allerdings nicht nur wichtig, das schnelle Bergauflaufen zu trainieren, sondern ebenfalls das schnelle, sichere und effektive Bergablaufen. Manche Strecken beinhalten sehr viel Bergabläufe, und wenn man diese nicht technisch richtig durchführt, dann ist das der Tod für die Beine!

6 - Running (Schwellenwert): Schwellenwerttraining, in dem ich unterhalb der anaeroben Schwelle laufe und damit mein Körper nicht mehr Laktat produziert, als er abbauen kann.

7 und 8 und 9 - Kayak: Eine längere Trainingseinheit (etwa 2 Std.) und zwei kürzere (etwa 40 Minuten bis 1 Std.).

.... Dies sind meine neun Basics. Zusätzlich absolviere ich aber noch weitere Laufeinheiten - ich laufe fünf bis sechs Mal pro Woche. Viele meiner Laufeinheiten finden direkt nach meinem Bike-Training statt. Oft kombiniere ich kürzere Einheiten auch zu einer längeren, zum Beispiel beginne ich mit einer einstündigen Laufeinheit, mache mit einer weiteren einstündigen Einheit unter lauftechnischen Aspekten weiter und hänge dann direkt eine Stunde Kayakfahren hinten an. Es ist ebenso wichtig, den Wechsel von einer Disziplin zur anderen gut zu trainieren, wie das Lange-an-einem-Stück-aktiv-zu-sein. Meine längeren Lauf- und Bike-Einheiten absolviere ich daher in keinem sehr schnellen Tempo; vielmehr laufe und bike ich so, dass mein Körper lernt, Fett zu verbrennen. Die Fettverbrennung ist bei ausgedehnten Einheiten wichtig, da der Magen in längeren Rennen, in denen man schnell unterwegs ist, nicht in der Lage ist, genügend Nahrung zu absorbieren.